Ziel

Ein Ziel ist zunächst einmal nicht mehr als ein Aussagesatz über einen gewünschten Zustand in der Zukunft.

Key Results

sind Ziel-Bestandteile im Framework Objectives and Key Results. Mehrere Key Results definieren innerhalb eines OKR-Sets wie das übergeordnete Ziel (das Objective) realisiert werden kann. Key Results müssen messbar sein, idealerweise sollte Ihr Fortschritt visualierbar sein. Es gilt der Satz von Marissa Mayer: „A key result is not a key result unless it has a number“ (Wenn es keine Zahl hat, ist es kein Key Result) 

SMART-Ziele

beliebte Formel zur Formulierung von Zielen. In dem Arkonym bedeuten: S = spezifisch, M = messbar, A = attraktiv, R = realistisch und T = terminiert. Die Formel erhebt den Anspruch, aus vagen Zielvorstellungen oder Wünschen, konkret nachverfolgbare Ziele zu kreiiren. So wird z.B. aus dem Wunsch „Ich möchte weniger wiegen“ das SMARTe Ziel: „2kg weniger am 31.12.2022“. Der Vorteil für eine Formulierung nach SMART scheint auf der Hand zu liegen, in der Praxis funktioniert die Formulierung jedoch nur bei kleinen, eher unwichtigen Zielen. Die Kritik an SMART bezieht sich im Wesentlichen auf zwei Punkte: Erstens, SMARTe Ziele können nicht auf Veränderungen reagieren und müssen dann entsprechend neu formuliert werden. Zweitens SMARTe Ziele werden normalerweise sehr konseervativ und vorsichtig formuliert – viele wünschenswerte zukünftige Zustände lassen sich schwer messen und der Ressourcenbedarf ist anfangs ebenso schwer absehbar…
In dynamischen, disruptiven Umgebungen gilt die SMART-Formel daher auch als Angstformel. Alternative: Siehe OKRs

Zieladdition

ist die Gegenrichtung der Zielkaskade (bitte zuerst lesen!). Hinter der Zieladdition verbirgt sich die Vorstellung, dass jedes Team, letztlich jeder Mitarbeitende zu einem Bruchteil zum Top-Level-Ziel oder der Mission des Unternehmens beiträgt. Natürlich ist das im Idealfall auch so, doch diese Betrachtungsweise ist nur für Historiker interessant! Modernes Management muss sich von der Vorstellung eines mathematischen Bezugs zwischen dem Ganzen und den Einzelteilen verabschieden!

Zielkaskade

bezeichnet das Herunterbrechen der Ziele der obersten Geschäftsleitung (C-Level) auf die darunter liegenden Ebenen. Die traditionelle Zielkaskade findet man oft im Bereich MbO – Management by Objectives. Hier werden meist im Ein-Jahres-Zyklus zunächst die Ziele des C-Levels kommuniziert, auf diese Ziele reagieren dann mit zeitlichem Abstand die Bereiche, Hauptabteilungen, Abteilungen, Teams, usw.
Die klassische Zielkaskade hat meiner Meinung nach ausgedient! Selbst in weniger dynamischen Märkten oder der öffentilchen Verwaltung kommt man damit nicht mehr sehr weit. Allein schon die Digitalisierung sorgt für einen so hohen Innovationsdruck, dass Zielkaskaden nicht mehr reaktionsfähig sind. Alternativen: OKRs, FAST-Goals

Zielpyramide

ist eine grafische Darstellung von Zielen geordnet nach der Ziellaufzeit. In der Spitze der Pyramide befinden sich Mission und Vision (Laufzeit: viele Jahre bis Jahrzehnte) im Mittelbau der Pyramide findet man Strategie, Leitbild und manchmal auch taktische Ziele (Laufzeit: ein bis drei Jahre) und unterhalb dieser Ebene werden die operativen Ziele dargestellt (Laufzeit: maximal ein Jahr)